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Jugendfeuerwehr besucht Christoph 11



Wenn die Zeit drängt oder die bodengebundenen Rettungsmittel anderweitig im Einsatz sind, kommt meist der Rettungshubschrauber zum Einsatz. Oft ist dies auch der Fall, wenn Patienten nach der Erstversorgung in Spezialkliniken transportiert werden müssen.

Für unsere Region ist dies in erster Linie der in Schwenningen stationierte Rettungshubschrauber der Deutschen Luftrettung mit dem Rufnamen "Christoph 11".

 

Die Jugendfeuerwehren aus Dunningen und Eschbronn hatten die Möglichkeit, Christoph 11 direkt am Standort Schwenningen aus der Nähe zu betrachten. 

Ein erfahrener Rettungsassistent, der bereits seit vielen Jahren Mitglied der Christoph 11-Crew ist, erläuterte die Ausrüstung des Hubschraubers.

Bei Rettungshubschraubern handle es sich nicht um einen fliegenden Rettungswagen, vielmehr gleicht die Ausstattung einer Intensivstation, mit modernsten medizinischen Geräten ausgestattet.
Zur Besatzung eines Rettungshubschraubers gehören Pilot, Rettungsassistent sowie ein Notarzt.
Der Rettungsassistent muss beim Hubschraubereinsatz nicht nur die Medizientechnik hervorragen beherrschen, um den Notarzt zu unterstützen. Während des Fluges ist er für die Navigation verantwortlich, damit sich der Pilot jederzeit mit voller Aufmerksamkeit auf das Fliegen konzentrieren kann.

Interessante Fakten:

  • In nur ca. 30% aller Einsätze wird der Rettungshubschrauber auch als Transportmittel für den Patienten verwendet. Die übrigen 70% ist der Helikopter als Notarztzubringer in der Luft unterwegs und der Patient wird mit einem Rettungswagen abtransportiert.
  • Nicht der Hubschrauber selbst trägt den Rufnamen "Christoph 11", sondern nur jener Rettungshubschrauber, der gerade in Schwenningen stationiert ist. Durch ein Rotationsprinzip innerhalb der Flotte ist dies auf Grund der Wartungsintervalle in der Regel alle drei Jahre ein anderer Helikopter.
  • Für den RTH "Christoph 11" sind 3 Piloten, 6 Rettungsassistenten und 30 Notärzte des Schwarzwald-Baar-Klinikums verantwortlich.
  • Im Einsatzbereich liegen die Landkreise Villingen-Schwenningen, Freudenstadt, Rottweil, Sigmaringen, Tuttlingen, Waldshut-Tiengen, Freiburg, Emmendingen, Offenburg, Zollernalbkreis, Lörrach, Konstanz und Tübingen. Natürlich mit den dazugehörenden Leitstellen.
  • Villingen-Schwenningen ist die höchstgelegenste Station Deutschlands: genau 737,66 Meter über dem Meer.


Übrigens: Rettungshubschrauber sind generell nur bei Tageslicht einsatzbereit. Nach Einbruch der Dämmerung und vor Sonnenaufgang sind die Fluggeräte nicht besetzt. Bei dringenden Hubschrauber-Einsätzen wird nachts auf die wenigen nachtflugtauglichen Helikopter z.B. aus Nürnberg zurückgegriffen. In unserer Region kommen oft auch die generell nachtflugtauglichen Hubschrauber der Nachbarorganisation REGA zum Einsat, die dann von St. Gallen oder Zürich an die Einsatzstelle fliegen.

 




Weitere Informationen:
DRF Luftrettung
Jugendfeuerwehr Dunningen

 

Letzter Einsatz

Mit dem Alarmistichwort „Gebäudebrand“ wurde die Gesamtfeuerwehr Dunningen am Spätnachmittag des Muttertags nach Lackendorf gerufen. Außer dem wurde ein Hubrettungsfahrzeug der Feuerwehr Rottweil mitalarmiert. Den anrückenden Kräften wies von weitem eine dunkle Rauchsäule den Weg zur Einsatzstelle am Ortsausgang von Lackendorf in Richtung Stetten. Eine Scheune mit landwirtschaftlichen Geräten und Futtermittelvorräten stand bei unserem Eintreffen in Vollbrand.
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